29. Treffen der GI-Fachgruppe Test, Analyse & Verifikation von Software (TAV)

Testmanagement meets MBT

12. und 13. November 2009, FH Stralsund
Themen und Informationen, Kurzpapiere und Folien

Letzte Änderung: 09. November 2009 M. Winter

 

Testmanagement meets Model-Based Testing - Modellzentrierter Test unterstützt Testmanagement

Gerhard Baier, Mirco Richter
AFRA GmbH

Die Softwareentwicklung spielt inzwischen eine wichtige Rolle in vielen verschiedenen Industriezweigen – angefangen bei der Automobilindustrie über die Medizintechnik bis hin zur Automatisierungstechnik und zu vielen anderen Sparten. Die wachsende Komplexität der Systeme und folglich die ständig steigende Anzahl von Anforderungen an die Software führen zu höheren Ansprüchen an den Entwicklungs- und den Testprozess.
Um eine durchgängige Kontrolle über alle Entwicklungsphasen hinweg zu erhalten sind ein integrierter Entwicklungsprozess und der Einsatz einer dazu passenden Werkzeugkette unerlässlich. Dafür kommt dem Anforderungsmanagement eine herausfordernde Aufgabe zu. Dieses sollte sich möglichst nahtlos in die Spezifikations-, Entwicklungs-, Test- und Wartungsphase integrieren, um die Verfolgbarkeit der Anforderungen zu garantieren.

Die modellzentrierte Entwicklung und der modellzentrierte Test sind eine konsequente Verbesserungen der klassischen Softwareentwicklung und ein adäquater Weg, die obige Herausforderung anzunehmen. Insbesondere ist es möglich die Modellierung so in die Prozesse zu integrieren, dass diese deutlich von der grafischen Darstellung in der Unified Modeling Language (UML) profitieren können.
Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf die modellzentrierte Testfallgenerierung mit Anforderungsverfolgung und Unterstützung des Testmanagements (TM).

  [Kurzpapier]

 

Tabellarischer Vergleich der Prozessmodelle für modellbasiertes Testen aus Managementsicht

Dominik Beulen, Baris Güldali, Michael Mlynarski
Software Quality Lab, Universität Paderborn
dbeulen@upb.de, {bguldali,mmlynarski}@s-lab.upb.de

Im MBT können die Eigenschaften, die Herkunft der Testmodelle und der Umgang mit ihnen je nach Projektkontext stark variieren. Diese Aspekte können direkten oder indirekten Einfluss auf die Kosten in Testen haben. In der MBTLiteratur wird zwischen unterschiedlichen Szenarien (hier Prozessmodellen) unterschieden, die diese Aspekte betrachten. Pretschner und Philips definieren folgende vier Prozessmodelle:
(1) gemeinsames Modell für Entwicklung und Testen, (2) automatische Generierung des Testmodells aus existierendem System, (3) manuelle Erstellung des Testmodells, (4) separate Modelle für Entwicklung und Testen. Die Diskussion zeigt, dass diese Prozessmodelle sich in der Nützlichkeit und Aufwand unterscheiden, welche wichtigen Aspekte in Testmanagement darstellen.
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Prozessmodellen konnten wir in der Literatur zwei weitere Prozessmodelle identifizieren, die sich bei der Erstellung und Nutzung von Testmodellen unterscheiden und andere Kosten/Nutzen Eigenschaften aufweisen: (5) Generierung von Testmodellen aus Testfällen, (6) Transformation von Testmodellen.

In dieser Publikation wollen wir zeigen, wie die unterschiedlichen Prozessmodelle aus Managementsicht miteinander verglichen werden können. Dafür stellen wir basierend auf die Literatur Vergleichskriterien auf. Unser Ziel ist es, mit Hilfe von objektiven Kriterien eine Vergleichbarkeit von MBT-Prozessmodellen zu ermöglichen und den Testmanagern ein Hilfsmittel in die Hand zu geben, mit dem sie einschätzen können, mit welchen Kosten sie bei der Auswahl eines Prozessmodells rechnen können. Bei dem Vergleich adressieren wir auch den für die Prozessmodelle benötigten Reifegrad des Testprozesses nach Test Process Improvement (TPI) und die benötigten Modellierungskenntnisse des Testteams, die mit Hilfe von Modeling Maturity Levels (MML) gemessen werden können.

[NEU: Folien] [Kurzpapier]

 

Erfahrungen mit modellzentriertem Testen in der Validierung komplexer, sicherheitskritischer Systeme

Dr. Armin Metzger
sepp.med gmbh
armin.metzger@seppmed.de

Klassische dokumentenbasierte Ansätze zur Systemvalidierung zeigen sich immer weniger geeignet den heutigen technischen und ökonomischen Anforderungen in der medizinischen IT Domäne gerecht zu werden. IT Systeme werden kontinuierlich komplexer, integrierter und vernetzter. Effzienz, Qualität und Transparenz sinken bei den traditionellen Methoden in aktuellen Szenarien und die Automatisierung im Test schlägt in den meisten Fällen fehl.

In diesem Beitrag wird die Notwendigkeit einer Paradigmenänderung in der Qualitätssicherung gezeigt und eine Lösung vorgestellt: modellzentriertes Testen.

[NEU: Folien] [Kurzpapier]

 

Wiederverwendbarkeit und Management von modellbasierten X-in-the-Loop Tests mit TTCN-3 Embedded

Jürgen Großmann
FOKUS, Fraunhofer Institut, Kaiserin-Augusta-Allee 31,10589 Berlin
juergen.grossmann@fokus.fraunhofer.de

Hans-Werner Wiesbrock
IT Power Consultants, Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin
hans-werner.wiesbrock@itpower.de

Um die Auswirkungen auf die Umgebung und damit auch den Rückfluss der Ansteuerung durch das Testobjekt zu erfassen, wird für den Test ein Modell der Umgebung entwickelt. Testen von Regelungen benötigt somit nicht nur das Testobjekt und einen Testrahmen, sondern auch ein geeignetes Modell der späteren Umgebung, in die es eingebettet werden soll und die es regeln soll. Andererseits dienen Tests dem Nachweis korrekter Funktionalität. So verlangen verschiedene Qualitätsstandards die Überprüfung von Anforderungen durch diverse Tests und wir benötigen eine systematische Testverwaltung mit Tracing, um dieser Forderung zu genügen. Das ist nicht effektiv möglich, wenn wir für jeden Test ein eigenes Umgebungsmodell entwickeln wollten.

Deshalb wird hier eine allgemeine Architektur von Closed-Loop-Tests vorgeschlagen, die eine systematische Verwaltung aber auch Wiederverwendung von Tests in späteren Entwicklungsphasen und projektübergreifend erlaubt. Sie setzt auf eine systematische und konzeptionelle Trennung zwischen Umgebungsmodell und Störungen auf. Um die Testansteuerungen und -auswertungen zu spezifizieren, bieten sich vielfältige Techniken und Testsprachen an. Jedoch sind sie meist proprietär und werkzeugspezifisch und können deshalb nur schwer phasenübergreifend eingesetzt oder gar für eine Zulieferer-Hersteller übergreifende Dokumentation verwendet werden. In der Telekomunikation hat sich deshalb ein Standard etabliert, TTCN-3, der diese Lücke füllt. Um ihn auch auf regelungstechnische Systeme anwenden zu können, wurde er zu TTCN-3 Embedded erweitert.

[NEU: Folien] [Kurzpapier]

 

Das neue TPI - erste Erfahrungen

Dr. Matthias Hamburg
SOGETI Deutschland GmbH
Schiess-Str. 72 – 40549 Düsseldorf – Deutschland
Telefon: +49 211 52285–0
E-Mail: matthias.hamburg@sogeti.de

TPI ist eine weltweit anerkannte Methode zur Testprozessverbesserung. Ein internationales Autorenteam der Firma Sogeti hat zum 17. November 2009 eine neue, völlig überarbeitete Version der Methode angekündigt. Als eine Qualitätssicherungsmaßnahme wurden im August mehrere Feldtests bei Testorganisationen durchgeführt, unter Anderem drei in Deutschland.

Der Vortrag erläutert die ersten Erfahrungen aus diesen Feldtests mit der neuen Methode. Die Bewertung erfolgt vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen mit dem klassischen TPI. Der Autor geht darauf ein, was sich für den Assessor im Modell geändert hat und was nicht, wie sich die Änderungen auf das Vorgehen beim Assessment auswirken, und wie die Testorganisationen die Ergebnisse der Assessments aufgenommen haben.

[Kurzpapier]

 

Ereignis-basierter Test grafischer Benutzeroberflächen - ein Erfahrungsbericht

Fevzi Belli, Mutlu Beyazit, Axel Hollmann, Michael Linschulte, Sascha Padberg
Universität Paderborn
Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik
33098 Paderborn
{belli, beyazit, hollmann, linschulte, padberg}@adt.upb.de

Dieser Beitrag beschreibt die Erfahrungen, die unsere Gruppe bei Outsource-Testen einer grafischen Benutzeroberfläche im Auftrag eines Software-Hauses in einem kommerziellen Projekt gesammelt hat. Da das Projekt und unsere Mitwirkung einer strengen Geheimhaltungsverpflichtung unterliegen, können wir unsere Erfahrungen nur durch anonymisierte Daten darstellen. Wir hoffen jedoch, in unserem Beitrag bis zum Zeitpunkt der Tagung gemeinsam mit unserem Kooperationspartner mehr Informationen einließen lassen zu können.

Das getestete System ist eine komplexe Windows-Applikation mit ca. 120.000 Codezeilen, die über eine lokale Datenbank verfügt sowie über Web-Services Daten einer externen Datenbank lädt. Die Gesamtanzahl der GUI-Objekte betragen ca. 1.500.

[NEU: Folien] [Kurzpapier]

 

Generierung von Webanwendungstestskripten aus einem textbasierten Modell

Arne Michael Törsel, Gerold Blakowski
FH Stralsund
Arne-Michael.Toersel@fh-stralsund.de
Gerold.Blakowski@fh-stralsund.de

Modellbasiertes Testen in der Domäne der Webanwendungen nutzbar zu machen, ist ein aktuelles Forschungsthema. Der Beitrag stellt ein System vor, das insbesondere die Übertragung von generierten, abstrakten Testfällen in ausführbare Testskripte für ein Testautomatisierungswerkzeug ohne zusätzlichen manuellen Aufwand demonstriert. Dazu wird ein textbasierter Modelltyp verwendet, der es ermöglicht, automatisiert mittels eines Generators ausführbare Testskripte mit einfachen, auf Textmatching basierenden Testorakeln zu generieren. Das Verfahren existiert derzeit als Prototyp auf Basis der openArchitectureWare-Plattform.

[Kurzpapier]

 

ParTeG - A Model-Based Testing Tool

Stephan Weißleder
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Informatik
Rudower Chaussee 25, 12489 Berlin, Germany
weissled@informatik.hu-berlin.de

Dehla Sokenou
GEBIT Solutions
Koenigsallee 75b, 14193 Berlin, Germany
dehla.sokenou@gebit.de

Model-based testing is the comparison of a system under test to reference specifications in form of models. Tool support for model-based testing is of utter importance. In this paper, we present the model-based testing tool ParTeG, compare it with other model-based testing tools in the same area, and show future extensions.

(Vortrag in Deutsch)

[Kurzpapier]

 

TAV-Arbeitskreis: Test Objektorientierter Programme/Modellbasierter Test (TOOP/MBT)

Das Ziel des seit Oktober 1995 bestehenden Arbeitskreises ist der Erfahrungsaustausch über Probleme und Lösungen beim (modellbasierten) Test (und Review) von objektorientierter und komponentbasierter Software in Industrie und Forschung.

Themenschwerpunkte im Arbeitskreis sind u.a.:

  • Testbarkeit, Entwurf für Testbarkeit
  • Reviews
  • Test von Bibliotheken, Frameworks, Multi-Plattform Applikationen (CORBA...)
  • Techniken für den Integrationstest von OO-Software
  • Testmetriken und Testwerkzeuge
  • OO-Testplan mit Methoden- und Werkzeugempfehlungen
  • Modellbasiertes Testen

Vorläufiges Programm für das AK-Treffen zur TAV29

  • Vortrag von Michael Mlynarski über "Modellbasiertes Testen von Informationssystemen"
  • Bericht von Stephan Weißleder über "Workshop MoDeVVA 2009"
  • Finalisierung des Artikels zu Model-Based Testing

Anmeldung erbeten unter info(at)toop.gi-ev.de

 

TAV-Arbeitskreis: Testmanagement

Der Arbeitskreis Testmanagement wurde im März 1995 gegründet und dient in erster Linie dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer über folgende Themenbereich

  • Organisation von Testprozessen
  • Methodische Unterstützung
  • Einbettung in allgemeine QS-Aufgaben
  • Rollen und Aufgaben im Testprozess
  • Abgrenzung des Begriffs Testmanagement

Weitere Informationen zum Arbeitskreis Testmanagement finden Sie unter: www.caseconsult.com/tavtm

Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Arbeitskreissitzung ist nicht erforderlich. Folgende Punkte stehen auf dem Arbeitsplan:

  • Abschluss der Betrachtungen zu folgenden Schulen:
    • Analytical School
    • Quality School
    • Context-Driven School
  • Festlegung eines neuen Arbeitsthemas

Eine Zusammenfassung der Diskussion zum Kriterienkatalog findet sich auf den tavtm-Seiten.

 

TAV-Arbeitskreis: Berufsbilder und Ausbildung im QS-Bereich

Das Ziel des Arbeitskreises "Berufsbild Software-Tester" ist es, eine einheitliche und für alle Beteiligten nachvollziehbare Ausbildung für den Software-Tester zu unterstützen, um die Qualität der Qualifikation sicherzustellen und damit auch insgesamt die Qualität der Software-Entwicklung zu verbessern.

Mitglieder des Arbeitskreises arbeiten aktiv bzw. gestalten eine einheitliche Zertifizierung von QM-Personal im Testbereich im nationalen und  europäischen bzw. internationalen Rahmen in unterschiedlichen Rollen mit. Auch im Rahmen der TAV 25 wird die Möglichkeit angeboten (siehe Zeitplan) die Prüfung zum Certified Tester zu absolvieren.

Sprecher des Arbeitskreises ist Horst Pohlmann ( Horst.Pohlmann(at)german-testing-board.info ). Die HomePage des Arbeitskreises ist aktuell unter der folgenden URL erreichbar: 
http://giserver.gi-ev.de/fachbereiche/softwaretechnik/tav/bb/st/index.htm 

 

TAV-Arbeitskreis: Testwerkzeuge

N.N.

 

Anmeldung und weitere Informationen zum Treffen

Die Anmeldung ist bis zum 02. November 2009 ausschließlich eMail möglich.

Tagungsort

FH Stralsund
Institute of Applied Computer Science
Zur Schwedenschanze 15
18435 Stralsund

Arne-Michael Törsel
Fon+49 3831 456697 Fax+49 3831 456680

 

Anfahrt/Mobilität

Stralsund besitzt ein relativ dichtes Busliniennetz. Bitte beachten Sie jedoch, dass der Busverkehr nach 18:00 stark eingeschränkt ist bzw. keine Busse verkehren. Die nächste Bushaltestelle zur Fachhochschule ist die Haltestelle "Fachhochschule".
Webseiten des Stralsunder Nahverkehrs

Taxirufnummer: 03831 393333

Die Fachhochschule Stralsund liegt am Rand der Stadt und ist gut mit dem PKW zu erreichen (Route berechnen). Auf dem Gelände stehen in der Regel genügend Parkplätze zur Verfügung.

Der Workshop findet im Haus 21 / Hörsaal 4 auf dem Campus der FH Stralsund statt. Die Seminarräume für die AK-Treffen am Freitag befinden sich ebenfalls in Haus 21.

Hotels

Hotel Rügenblick
Günstiges Hotel, FH in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen
Kontingent reserviert bis 30.10.2009, Stichwort "TAV29"
Korrigiert: Bushaltestelle: "Lilienthalstraße" - zu erreichen mit der Linie 4!
EZ 37/42 €, DZ 47 €, Frühstück 8€

Hotel am Jungfernstieg
direkt am Bahnhof, FH mit dem Bus zu erreichen (Linie 1)
Bushaltestelle: "Hauptbahnhof"
EZ ab 59€, FS inklusive

Intercity Hotel
direkt am Bahnhof, FH mit dem Bus zu erreichen (Linie 1)
Bushaltestelle: "Hauptbahnhof"
EZ ab 49€

Hotel zur Post
FH mit dem Bus zu erreichen (Linie 1)
Bushaltestelle: "Knieperwall"
EZ 73/83€, DZ96€, FS 12€

Hotel Hiddenseer
FH mit dem Bus zu erreichen (Linie 6 => 1)
Bushaltestelle: "Ozeaneum"
EZ 49€, DZ 74€, FS inklusive

Hotel Kontorhaus
FH mit dem Bus zu erreichen (Linie 6 => 1)
Bushaltestelle: "Ozeaneum"
EZ ab 69€

Hotel Radisson Blu
FH mit dem Bus zu erreichen (Linie 3 => 1)
Bushaltestelle "Strelapark/Zoo" bzw. "Hansedom"

Hotel Steigenberger Baltic
FH mit dem Bus zu erreichen (Bus bis Hauptbahnhof => Linie 1 zur FH)
Bushaltestelle "Frankendamm"
EZ ab 76€, FS inklusive

 

(Über-)Nächstes Treffen

Das 30. TAV-Treffen findet aller Voraussicht findet im Mai/Juni 2010 in München statt.

Themenvorschläge werden wie immer auf dem kommenden Treffen gesammelt.

 

Abendveranstaltung

Das "Social Event" findet ab 19:00 Uhr im

Braugasthaus „Zum alten Fritz“ Stralsund
Greifswalder Chaussee 84 -85 | 18439 Stralsund
Tel.: 0 38 31 . 25 55 00 | Fax: 0 38 31 . 25 55 42
E-mail: bgh-hst@alter-fritz.de

statt.

Das German Testing Board hat auch für diesen Treff wieder ein gewisses Sponsoring zugesagt!